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Erfolgreiche Unternehmensgeschichte nimmt ihren Lauf
Historie von Dreyer & Bosse
Was 1995 als Idee eines Landwirtes zusammen mit den späteren Unternehmensgründern Klaus Dreyer und Peter Bosse im wendländischen Niedersachsen begann, hat sich zu einem Qualitätsprodukt mit Zukunft entwickelt.

Klaus Dreyer mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Elektro und Steuerungstechnik und Peter Bosse als Spezialist für Motorentechnik nahmen die Herausforderung, ein Kraftwerk zu entwerfen und zu bauen, mit Erfolg an. Sie begannen in Gartow in der Garage von Peter Bosse den ersten – einen alten, gebrauchten Deutz-Motor – auf Biogas umzubauen. Dieser Motor wurde beim ideengebenden Landwirt in Betrieb genommen.

Die solide, kostengünstige Bauweise fand immer mehr Interessenten, sodass die ursächlichen Geschäftsfelder der Gründerväter in den Hintergrund gerieten. Die Gründung eines eigenen Unternehmens zum Bau von Blockheizkraftwerken war die logische Konsequenz. Die Dreyer & Bosse Kraftwerke GmbH wurde 1997 gegründet.

Zunächst brachte der innovative Einsatz von Zündstrahlmotoren den Durchbruch und sorgte bei uns für einen erfreulichen Absatz. Die Bereiche Produktion, Wartung und Service wurden weiter aufgebaut. Der langanhaltende Erfolg machte bald eine größere Produktionsstätte erforderlich. Somit wurde im Jahr 2000 der Firmensitz von Gartow ins benachbarte Gorleben verlegt. Inzwischen wurden 19 Mitarbeiter bei uns beschäftigt, acht davon waren Auszubildende. Auch in den Folgejahren ging die Expansion kontinuierlich weiter. Dies lag auch daran, dass das „Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien“ (EEG) in Deutschland eingeführt wurde. Seit dem 01.04.2000 verpflichtet es Netzbetreiber, Ökostrom ins Netz aufzunehmen und zu einem festen Tarif zu vergüten.

Schon drei Jahre nach Gründung des Unternehmens wird von uns ein eigenes Ölmanagement, eine Wirkungsgradsteigerung der Zündstrahlmotoren sowie deren Leistungserhöhung entwickelt. Auf Forschung und Entwicklung gaben und geben wir Acht: zusammen mit Kunden werden die BHKW und weitere Komponenten verbessert.

Die Produktpalette wuchs schnell und die Einführung der effizienten Gas-Otto-Motoren für den Biogasbetrieb führten zu weiteren Aufträgen. Der erste Biogaskühler nimmt seine Funktion 2002 auf. Es ist ein BK150, der das Gas auf ca. 20°C herunterkühlt und so die Qualität des Biogases erheblich verbessert. Die Motoren erreichen eine weitere Wirkungsgradsteigerung.

Im Jahr 2003 erfolgte die erste Erweiterung der Produktionshalle mit Büros. Es waren 26 Mitarbeiter bei uns beschäftigt. Der erste Aktivkohlefilter kam zum Einsatz. Mit diesem Aktivkohlefilter und der vorgeschalteten Biogaskühlung bieten wir als erstes Unternehmen eine funktionierende Lösung zur Reinigung von Biogas an. Die sich dadurch ergebene Wirkungsgradsteigerung der Motoren lässt nicht lange auf sich warten. Das erste BHKW in Richtung Niederlande verlässt im Sommer 2003 das Betriebsgelände.

Die erste EEG-Novellierung in Deutschland am 01.08.2004 brachte noch weitere Vorteile für die Verstromung von Biomasse mit sich. Die Nachfrage stieg erneut. Im gleichen Jahr verlässt Peter Bosse unser Unternehmen. Seinen Platz nimmt bis heute Felix Fröhlich ein. Zusammen mit Detlef Schulz, der seit 2002 Gesellschafter und Geschäftsführer ist, wird unser Unternehmen weiter ausgebaut.

Gemeinsam mit MWM nehmen wir die ersten speziell für Biogas entwickelten Gasmotoren (Baureihe 2015) weltweit in Betrieb. Nur knapp ein Jahr später werden die MAN-Motoren bei uns eingeführt, an deren Forschung und Entwicklung wir aktiv mitwirkten.

Im Jahr 2006 wird eine neue Produktionshalle errichtet. Inzwischen werden 60 BHKW in Gorleben gebaut und in Betrieb genommen. Auch die Produkte erhalten eine Generalüberholung. Durch Erfahrungswerte und Weiterentwicklungen werden Container, Gaskühler und Aktivkohlefilter neu konstruiert und optimiert.

Im Jahr 2007 erkannten wir weitere Nutzungsmöglichkeiten von Biogas und begannen mit eigenen Forschungsarbeiten zur Biogasaufbereitung. Hierzu wird in Berlin 2008 ein eigenes Entwicklungsbüro gegründet. Zusätzlich erhalten wir so einen Zugang zu Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Auf das Jahr 2009 und die mit sich bringende zweite EEG-Novellierung in Deutschland stellt sich unser Unternehmen mit der 4. Erweiterung des Betriebsgeländes ein. Gleichzeitig wird die Gasreinigung vorangetrieben, für Ferngasleitungen wie bei Satelliten-BHKW nötig. Um die Containerinstallation zu verbessern werden Schallreduzierungen entwickelt.

Im Jahr 2010 erfolgt der Bau eines dreistöckigen Bürogebäudes mit ca. 560 m² Fläche, ausgerüstet mit modernsten Energiesparund Klimasystemen. Die Gasaufbereitung AminSelect nimmt ihren Betrieb auf. Detlef Schulz verlässt im Januar 2011 seinen Posten als Geschäftsführer. Ihn ersetzt Lars Lorenzen, der auf Erfahrungen in großen Industriebetrieben zurückgreifen kann.

Die AminSelect Aufbereitung wird im August 2011 offiziell eingeweiht, zuvor wurde im Juni die neue Produktionshalle zusammen mit Geschäftspartnern gefeiert. Durch diese Verdopplung der Produktionskapazitäten können unsere innovativen Produkte jetzt noch bedarfsgerechter produziert werden. Unser Beitrag zur effizienten und zukunftsweisenden Nutzung der erneuerbaren Energien wird weiter erhöht. Mittlerweile arbeiten über 90 Mitarbeiter für unser Unternehmen. 100 BHKW verlassen in diesem Jahr unsere Betriebsstätte. Inzwischen sind über 700 BHKW weltweit im Einsatz.

Um sich international besser aufstellen zu können, wurden zum September 2011 Geschäftsanteile an die Wolf-Heiztechnik (Centrotec) übertragen. Gemeinsam soll die weltweite Nachfrage an Systemlösungen für Biogasverwertung ausgebaut werden. Gleichzeitig sind auch Klaus Dreyer und Detlef Schulz als Gesellschafter ausgestiegen.

Auch in Zukunft werden wir unseren Kunden eine funktionierende Systemlösung für die Biogasverwertung anbieten, die ständig erweitert und verbessert wird.